Die erkältungswelle rollt!

Wie schütze ich mich am Besten vor Infekten?

Allgemeine Maßnahmen zur Infektvorbeugung:
- häufiges Hände-Waschen
- warme Kleidung
- Atemwege feucht halten
- Menschen-Ansammlungen meiden
- Räume lüften
- Ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse
- regelmässige Bewegung an der frischen Luft

Bei akuter Schleimhautentzündung können pflanzliche Präparate die Schleimhaut zum Abschwellen bringen und die Sekretolyse und Sekretomotorik fördern und so einen Sekretstau verhindern. Der Behandlungserfolg ist umso wahrscheinlicher, je früher Phytopharmaka eingesetzt werden. Dabei können zwei bis vier unterschiedliche Phytopharmaka mit unterschiedlichen Wirkprofilen verwendet werden:

Sekretolyse, Sekretomotorik, Mukolyse:
z. B. Enzianwurzel, Holunderblüten, Schlüsselblumenblüten

Abschwellung der Nasenschleimhaut:
z. B. Pfefferminzöl, Menthol

Entzündungshemmung:
z. B. Kamillenblüten, Ampferkraut, Cineol, Umckaloabowurzel

Keimhemmung:
z. B. Kamillenöl, Cineol, Schlüsselblumenblüten, Umckaloabowurzel

Gegen Erkältungskrankheiten mit Schnupfen und Husten helfen aber immer noch gute Hausmittel 

Ingwer
Die Ingwerwurzel enthält Substanzen, die den Schleim in den Atemwegen und Nasenrachenraum verflüssigen, sodass er besser abtransportiert werden kann. Zudem besitzt der Ingwer virostatische Eigenschaften. Forscher aus dem asiatischen Raum konnen nachweisen, dass Ingwer Erkältungsviren daran hindert, an den Zellen der Schleimhaut anzudocken und dort einzudringen. Dieser Effekt wurde nur bei frischen Wurzel gefunden, nicht bei getrockneten. Ein bewährtes Rezept: einen Esslöffel klein geschnittenen Ingwer mit einer großen Tasse (200-250ml) kaltem Wasser übergießen und gemeinsam im geschlossenen Topf aufkochen. 15-20 Min auf kleiner Flamme köcheln lassen, schließlich abseihen. Drei Tasen pro Tag. Dieses Rezept kommt aus der TCM, der traditionellen chinesischen Medizin. Ingwer in anderen Zubereitungen sind ebenfalls möglich und einsetzbar.

Zwiebelsuppe
Die Zwiebelsuppe gehört zu den klassischen Hausmitteln gegen Erkältung. Ein bewährtes Rezept  gegen Halsschmerzen setzt sich wie folgt zusammen: Zwei Teelöffel Kandiszucker  mit den zerkleinerten Stücken einer Zwiebel in einem Liter Wasser zehn Minuten lang erhitzen, aber nicht erhitzen. Gut durchrühren. Anschließend die Zwiebelstücke abseihen. Davon täglich 2 Gläser der verbleibenden Mischung trinken. Die Schwefelverbindungen der Zwiebel ähneln denen von Koblauch. Sie wirken keimabtötend und entzündungshemmend.

Knoblauch
Die Schwefelverbindungen des Knoblauchs eleiminieren Schnupfenviren. Rezept: Die geschälte Knoblauchzehe zerstampfen und den erhaltenen Brei in heißem Zitronenwasser ziehen lassen. Den Mix anschließend in kleinen Schlucken trinken, möglichst 3-4 mal pro Tag.

Rettichsaft
Ein sehr effektives Hausmittel gegen Husten ist Rettichsaft mit Honig. Seine Wirkung: die Sulfide des Rettichs eliminieren auf sanfte Weise Erkältungsviren und Bakterien, der Honig lindert den Husten. Das Rezept: den Rettich aushöhlen, danach mit Honig füllen. Nach drei bis fünf Stunden kopfüber in eine Schüssel stellen. Nun kann der fertige Hustensaft aus Honig und Rettichwasser herausfließen und gesammelt werden. Optimal sind 2 Likörgläser pro Tag, jeweils nach den Mahlzeiten.

Holunder
Seine Beeren enthalten viel Vitamin C sowie entzündungshemmende und antivirale Glykoside. Zudem haben sie auch schleimlösende Eigenschaften. Die Wirkung von Holunder bleibt auch nach dem Kochen bestehen. Rezept zum Herstellen von Holunderbeersaft: Beeren ca 15 Min kochen bis sie schrumpelig und weich aussehen. Anschließend die gekochten Früchte in ein Sieb giessen und nach dem Abkühlen über einem Gefäß ausdrücken.

Honig
In Untersuchungen einer israelischen Studie konnte gezeigt werden, dass Eukalyptus und Zitronenblütenhonig die Frequenz und Stärke der Hustenattacken bei einer Erkältung deutlich lindern kann. Dafür verantwortlich gemacht wurden die Inhaltsstoffe des  Bienenprodukts. Dem Buchenweizenhonig werden entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt ausgelöst durch Gerbstoffe des Getreides.   Rezept: 4 x täglich einen Teelöffel Buchweizenhonig einnehmen und für einige Minuten im Mund belassen und verteilen.

Hühnersuppe
Laut aktuellen Studien beruht die antivirale Wirkung der Hühnersuppe auf den Zinkgehalt sowie dem Vorhandensein spezieller Proteine. Genannt werden muss in diesem Zusammenhang die Aminosäure Cystein und deren entzündungshemmende Eigenschaften.

Was hilft sonst noch?

Trinken gegen eine Erkältung
Reichlich Wasser und andere (nicht zuckerhaltige) Getränke versorgen Haut und Schleimhäute mit Feuchtigkeit, so dass diese eine wirksame Barriere gegen Viren und Bakterien bilden können. Besonders gut sind in der Erkältungszeit Tees mit Ingwer, Holunder oder Lindenblüten, die das Immunsystem stimulieren. Die "Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik" empfiehlt zudem einmal täglich einen Anti-Erkältungstrunk, bestehend aus je 100 Milliliter Möhren- und frisch gepresstem Orangensaft, einem halben Teelöffel geriebenem frischen Ingwer und einem Esslöffel Sanddornsaft.

Fußbäder bringen Wärme
Regelmäßige Fußbäder können Infekte verhindern, weil sie dem Körper Wärme zuführen und die Durchblutung der oberen Atemwege anregen. Besonders gut wirken sie zur Vorbeugung von Erkältung und Grippe, wenn die Temperatur langsam gesteigert wird. So geht's: Einen großen Eimer oder eine Schüssel mit etwa 36 Grad warmem Wasser füllen, so dass die Hälfte Ihrer Waden bedeckt ist. Nun die Temperatur des Bades etwa alle drei Minuten mit heißem Wasser nach und nach auf finale 41 Grad erhöhen. Füße insgesamt 15 Minuten baden, anschließend gut abtrocknen und dicke Socken anziehen. Menschen, die unter Schlafstörungenleiden, sollten das Fußbad nicht unmittelbar vorm Zubettgehen nehmen, weil es durch die durchblutende Wirkung wach machen kann.

Wechselduschen für das Immunsystem
Trainieren Sie Ihr Immunsystem gegen die Kälte - und zwar mit Wechselduschen. Nach der warmen Brause am Morgen das Wasser kalt stellen und - bei den Füßen angefangen - zuerst die Beine, dann Arme und Oberkörper abbrausen. Wetten, dass Ihnen danach schön warm wird? Kurz vorm Zubettgehen sollten allerdings keine Wechselduschen mehr gemacht werden - sie regen die Durchblutung so stark an, dass sie einen unruhigen Schlaf bescheren können.

Viel Schlaf beugt grippalem Infekt vor
Wissenschaftler der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh haben erforscht, wie sehr Schlafmangel dem Immunsystem schaden kann: Wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, erkältet sich der Studie zufolge dreimal so schnell wie jemand mit mehr als acht Stunden Schlaf. Da hilft nur: früh genug ins Bett gehen und bei Schlafstörungen schnell etwas unternehmen. Auch ein Nickerchen mittags oder nach der Arbeit am frühen Abend kann dem Körper gut tun und Erkältungen und einem grippalen Infekt vorbeugen.

Stressabbau durch Entspannung
Entspannung ist das Allheilmittel schlechthin, denn: Stress raubt dem Körper sehr viel Kraft und schwächt so das Immunsystem. Fahren Sie deshalb gerade in der Erkältungs- und Grippezeit Ihr Arbeitspensum und andere Stressfaktoren so weit herunter wie möglich. Erlernen Sie zusätzlich Techniken, die Sie entspannen, zum Beispiel sanftes Yoga oder Autogenes Training.

Gemüse, die das Immunsystem stärken
Wählen Sie aus allen Gemüsearten bevorzugt Brokkoli, Grünkohl, Karotten, Tomaten, Chicorée, Kohl, Knoblauch, Pilze und Spinat. Gerade rote, gelbe, orangefarbene und tiefgrüne Gemüse, die neben zahlreichen anderen Vitalstoffen auch reichlich Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A) enthalten, stärken das Immunsystem. Sie regen die Produktion unserer Körperpolizei – den weissen Blutkörperchen - an und helfen dem Körper so bei der Abwehr von Infektionen. Unter allen Kohlarten ist der Grünkohl der nährstoffreichste und gleichzeitig machtvollste im Kampf gegen Krankheitserreger und sogar gegen Krebszellen. Er versorgt nicht nur mit enormen Beta Carotin-Mengen, sondern auch mit besonders viel Vitamin C, Calcium und sekundären Pflanzenstoffen.

Früchte, die das Immunsystem stärken
Unter allen Früchten sind die folgenden besonders dazu geeignet, Ihr Immunsystem zu stärken: Zitronen, Grapefruit, Guaven, Orangen, Bananen und dunkle Früchte wie Kirschen, Heidelbeeren, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und dunkle Weintrauben – am besten immer mehrere miteinander kombiniert.

Gewürze, die das Immunsystem stärken
Wenn Sie Ihre Mahlzeiten regelmässig mit Ingwer, Zimt, Kümmel, Oregano und Cayennepfeffer würzen, können Sie Ihren Körper so stark machen, dass er Erkältungen bald mit links abwehren kann. Sie können aus all den erwähnten Gewürzen (mit Ausnahme von Cayennepfeffer) auch sehr wirkungsvolle Tees zubereiten.

Therapien in der Praxis

Mikrobiologische Therapie 
Unter der mikrobiologischen Therapie versteht man den Einsatz von Arzneimitteln und Präparaten, die entweder lebende und für die Gesundheit förderliche Bakterienstämme oder deren Stoffwechselprodukte enthalten. Die Keimkulturen, die hierbei verwendet werden, gehören der sogenannten physiologischen Bakterienflora an, d. h. dass diese Mikroorganismen normalerweise bei jedem gesunden Menschen zu finden sind.Die Wirkung der Mikrobiologischen Therapie beruht auf einer Veränderung des Milieus an der Darmschleimhaut (pH-Regulierung), der Nährstoffversorgung der Enterozyten und der Floramodulation. Ein weiterer Wirkmechanismus ist der regulative Einfluss von Mikroorganismen (Immunkeimen) auf das Mukosa-Immunsystem.

Ozontherapie
Berufliche Stresssituationen oder übermäßige geistige und körperliche Anspannungen sind der Ozonbehandlung in besonderem Maße zugänglich. Die Aktivierung des Zellstoffwechsels der roten und weißen Blutkörperchen führt zu einer Verbesserung des Allgemeinzustandes und bewirkt eine generelle Revitalisierung.

Vitamin C Infusionen
Eine erhöhte Infektanfälligkeit ist meistens mit einem abfallenden Vitamin-C-Spiegel verbunden. Mit Beginn einer Viruserkrankung sinkt der Vitamin-C-Spiegel in den Leukozyten innerhalb weniger Stunden ab und erreicht teilweise Konzentrationen wie sie bei Skorbut beobachtet werden, der klassischen Vitamin-C-Mangelkrankheit. Vitamin C führt zu einer Steigerung der körpereigenen Abwehrbei hartnäckigen Erkrankungen und kann erste Hilfe bei Beginn eines Infektes darstellen.

Thymustherapie
Bei der Thymustherapie handelt es sich um ein alternativmedizinisches Verfahren zur Immunmodulation. Darunter wird eine Behandlung mit Thymuspeptiden oder Thymusfaktoren zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems verstanden. Die Thymustherapie ist eine sogenannte Organotherapie und Thymusextrakte gehören zu den Organotherapeutika. 

Orthomolekulare Therapien
Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung einer guten Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. Zum Einsatz kommen Mikronährstoffe, die das Immunsystem anregen.